Der 19. Bishops Cup, ein internationales Rugbyturnier für echte Kerle und harte Frauen im Gründenmoos, bietet spektakulären Sport. Neben Schweiss fliesst viel Bier, denn auch die dritte Halbzeit ist den Rugbyspielern wichtig.

St. Gallen (Gründenmoos), 15./16.Juni 2013Bei schönstem Wetter begegneten sich 13 Männer- und acht Frauenteams zum zweitägigen Rugbyfest im St. Galler Westen. Das Turnier des RFC The Bishops St. Gallen hat Tradition, ist in Rugbykreisen bekannt und lockte wieder unzählige Schaulustige auf die Tribüne. Die Mannschaften reisten aus der ganzen Schweiz, Deutschland, Frankreich, Italien und sogar aus den USA an. Das Team aus Texas gab sich dabei besonders international: Die Spieler stammten unter anderem aus Kanada, Neuseeland oder Australien. Besonders Neuseeland und Australien haben einen klingenden Namen im Rugby. Ihre Nationalmannschaften zählen zu den besten Teams der Welt, die Spieler verdienen ihr Geld in den stärksten Profiligen.

Rugby wird auf allen Kontinenten von Millionen Menschen aktiv gespielt und gilt als viertgrösste Sportart der Welt. In der Schweiz ist es eine Randsportart.

Schiedsrichter aus England
Samstag, 11.15 Uhr, auf Feld zwei: Die Bishops spielen gegen den RC Luzern. Hier trifft das NLB-Team aus der Zentralschweiz auf die in der Nationalliga C spielende Heimmannschaft. Ein Klassenunterschied ist nicht feststellbar, beide Teams schenken sich nichts. Die St. Galler kämpfen sich Meter für Meter näher an das Malfeld, wo der ovale Ball zu einem Versuch abgelegt werden soll. Dies gäbe fünf Punkte. Mit krachenden Tackles darf der Ball tragende Spieler daran gehindert werden. Diesmal gelingt es den Luzernern nicht. Adrian Bollinger findet eine Lücke in der gegnerischen Verteidigung und legt den Ball hinter der Linie ab. Die Bishops gewinnen das Auftaktspiel 28:14. Der Schiedsrichter ist zufrieden, die Spieler bedanken sich nach der Partie bei ihm mit einem Handshake. Respekt vor dem Unparteiischen und den Gegnern wird grossgeschrieben. Die Schiedsrichter werden für den Bishops Cup eigens aus England eingeflogen, dem Mutterland der rauhen Sportart.

Dr. Berov hat wenig zu tun
Rugby ist eine kollektive Kampfsportart. Da kommt es ab und zu schon zu kleineren Verletzungen. Für verstauchte Knöchel und Platzwunden ist Dr. Simeon Berov zuständig. Der ehemalige Bishop wuchs in Speicher auf und arbeitet mittlerweile im Kantonsspital Liestal. Für den Bishops Cup kommt er gerne zurück in die Heimat. «Das Turnier verlief wirklich grossartig. Aufgrund der guten Platzverhältnisse gab es kaum Verletzte zu beklagen», fasst der Arzt das Wochenende zusammen und fügt schmunzelnd an, dass es ihm deshalb fast ein wenig langweilig geworden ist.

Natürlich trug auch das schöne Wetter seinen Teil zu einem erfolgreichen Rugby-Spektakel in St. Gallen bei. Die Spielerinnen und Spieler feierten bei hohen Temperaturen bis spät in die Nacht. Den Turniersieg holten sich die Männer des Strasbourg Rugby Club. Die Cindy Trophy gewannen wie schon letztes Jahr die Luzern Dangels. Die beiden Teams der Bishops klassierten sich im Mittelfeld.

Im Gründenmoos in St. Gallen wurde am Bishops Cup nicht nur gekämpft, sondern auch lautstark angefeuert. (Bild: Urs Bucher)


RFC The Bishops St. Gallen

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